Monatsprogramme der Schwartzschen Villa     Dezember   Januar




Ausstellungen in der Schwartschen Villa
Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin, Mo-So 10-18 Uhr, Eintritt frei

18. November 2018 bis 10. März 2019
    "Kampf um Heut und Morgen - Bezirkliche Spurensuche zu 100 Jahre Frauenwahlrecht"


30. November 2018 bis 2. Februar 2019
    "According to Blueprint" - Moira Zoitl




Ausstellung im Gutshaus Steglitz
Schloßstraße 48, 12165 Berlin, Mo-So 10-18 Uhr, Eintritt frei

18. Januar bis 31. März 2019
    "DER TAG" - Malerei und Zeichnungen von Rosa Loy












Sonntag, 18. November, 11 Uhr
Ausstellungseröffnung mit Musik
Einführung: Heike Stange und Claudia von Gélieu

18. November 2018 bis 10. März 2019
Schwartzsche Villa, Atelier
Mo-So 10-18 Uhr
(kein rollstuhlgerechter Zugang)
Eintritt frei

24./25./26./31. Dezember 2018 und 1. Januar 2019 geschlossen

Einladung zur Ausstellungseröffnung



Foto: Blick in die Ausstellung Die Werkstattausstellung präsentiert erste Ergebnisse einer Spurensuche im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Beispielhaft erzählt sie neun Biografien von Frauen, die für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung von Frauen eintraten. Einzelne entstammen dem proletarischen, andere dem bürgerlichen Milieu, manche überschritten diese Grenzen. Oft ist nur wenig überliefert von den Frauen, doch Spuren verweisen auf umfangreiche Zusammenhänge des vielfältigen frauenpolitischen Engagements.

Geschenkt wurde den Frauen damals wie heute nichts. Der Titel der Ausstellung »Kampf um Heut und Morgen« beruht auf einem Gedicht der Sozialdemokratin Emma Döltz, die in Steglitz geboren wurde und in einem Armenhaus aufwuchs. Er spiegelt die kontinuierlichen Anstrengungen, die für die Gleichberechtigung der Frauen auf allen Gebieten, auch auf dem Gebiet der politischen Teilhabe, unternommen wurden und noch immer unternommen werden. Ging der Kampf damals um das aktive und passive Wahlrecht aller Frauen, so geht er heute um den gerechten Anteil von Frauen in den Parlamenten.

Foto: Petra Müller/museumsfreunde



Die Einführung des Frauenwahlrechts fiel in die Zeit des revolutionären Umbruchs sowie der Bildung Groß-Berlins und der Bezirke Steglitz und Zehlendorf. Die weiblichen Bezirksverordneten der Weimarer Republik werden mit Namen, Berufen, Adressen und Parteizugehörigkeit aufgelistet und erstmals um die weiblichen Gemeindemitglieder ergänzt. Aufrufe an Wählerinnen, Wahlkampfveranstaltungen und Plakate wenden sich gezielt an Erstwählerinnen. Zeitungsbeiträge dokumentieren die Umbruchszeit und Debatten, die im Revolutionswinter 1918/1919 interessierten. Zeitgenössische Publikationen von Frauen präsentieren ein breites Spektrum des historischen Frauenengagements. Die Ausstellung lädt ein, einen Blick auf das Leben bemerkenswerter Frauen zu werfen, die für die Gleichberechtigung und das Wahlrecht von Frauen kämpften.

Veranstaltungsprogramm Oktober bis Dezember 2018 für Steglitz-Zehlendorf "100 Jahre Frauenwahlrecht"

Veranstaltungsprogramm Januar bis März 2019 für Steglitz-Zehlendorf "100 Jahre Frauenwahlrecht"



Führungen durch die Ausstellung, Eintritt frei

Freitag, 23. Februar 2019 um 17 Uhr
mit Heike Stange (Fachbereich Kultur)

Sonntag, 6. Januar 2019 um 12 Uhr
Samstag, 2. März 2019 um 12 Uhr
mit Claudia von Gélieu (Frauentouren)

Weitere Ausstellungsgespräche nach Absprache: Tel. 90299-4516. Eintritt frei


Werkstattgespräche im Atelier
Eintritt frei

Mittwoch, 21. November um 18 Uhr
1. Werkstattgespräch
Katja Koblitz, Historikerin und Kuratorin
Recherchen, Präsentation und Hintergründe der Ausstellung »Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht« im Historischen Museum in Frankfurt am Main (2018/2019)

Mittwoch, 28. November um 18 Uhr
2. Werkstattgespräch
Sławomira Walczewska, Aktivistin und Autorin Staatsinstitutionen, Feministinnen an den Universitäten, Medien und NGOs in Polen zu 100 Jahren Frauenwahlrecht

Mittwoch, 5. Dezember um 18 Uhr
3. Werkstattgespräch
in Planung

Mittwoch, 6. Februar um 18 Uhr
4. Werkstattgespräch
Anett Gröschner, Autorin
Vorstellung ihres Buchs "Berolinas zornigen Töchter"

Mittwoch, 20. Februar um 18 Uhr
5. Werkstattgespräch
Bärbel Delphine Scheel,
Vortrag und Interanktion über "Das Private ist politisch, das Politische ist privat."




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According to Blueprint

Moira Zoitl

Eröffnung: Donnerstag 29.11.2018 um 19 Uhr

30. November 2018 bis 2. Februar 2019


Einladung zur Ausstellungseröffnung



Mit dieser Ausstellung setzt Moira Zoitl ihre Beschäftigung mit kulturellen Objekten und Verfahrensweisen fort. Wie wird und wurde mittels Kulturgütern in Europa Wissen und Geschichte erzeugt? Wie gelangte dieses Wissen hierher und von wem wurde es verbreitet? Und was verrät die Nutzung und die Herstellungsweise der Kulturgüter, wie z.B. Drucktechniken und Musterungen von Stoffen, über die Lebensweisen und Migration der Menschen? Es zeigt sich, dass sich hinter den in Holland, Deutschland oder Österreich als "traditionel" begriffenen Dekoren eine Kulturgeschichte verbirgt, die ihren Ursprung in Asien hat. Diese ist eng mit den Handelswegen und der Verbreitung von Gütern und der kolonialen Ausbeutung von Bodenressourcen und Menschen verknüpft.

Die raumgreifende Installation According to blueprint (2018) widmet sich den Ursprüngen des Blaudrucks und seiner Verbreitung in Mitteleuropa. Die Installation greift die kolonialen Ausbeutungsmechanismen auf, die in einer Fotoserie aus dem Jahr 1877 des Fotografen Oscar Mallitte festgehalten sind. Zu sehen sind die Abläufe und Arbeitsbedingungen in einer Indigo-Fabrik im indischen Allahabad. In Zusammenarbeit mit dem Performancekünstler Sajan Mani entstand eine Videoarbeit, die entlang der Fotodokumente die Herstellungsweisen des Rohstoffs Indigo und seine Nutzung für das Blaufärben in performative Handlungen übersetzt.

Die Performance, Cyanotypien (Eisenblaudrucke), Objekte und Stoffe greifen zudem Verweise auf die komplexen kulturgeschichtlichen Bezüge der Farbe Blau auf, mit der in Mitteleuropa Religiosität, Traditionalität und Heimatverbundenheit verknüpft sind.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Stadtgalerie Lehen in Salzburg. Moira Zoitl hatte zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u.a. 2017 Kunstmuseum Bonn, Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, 2016 Steirischer Herbst Graz, 2015 KW Berlin. Sajan Mani führte Performances u.a. 2017 im Haus der Kunst München und in der Delfina Foundation in London, 2016 auf der Kampala Art Biennale und beim Kolkata International Performance Arts Festival auf.



Rahmenprogramm
29. 01. 2019, 19 Uhr
Künstlerinnengespräch und Katalogpräsentation mit Moira Zoitl und dem Kunstwissenschaftler Ludwig Seyfarth

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation in Kooperation mit der Stadtgalerie Lehen in Salzburg.



Schwartzsche Villa / Galerie
Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin

Mo-So 10-18 Uhr
24.-26., 31.12.2018 und 1.1.2019 geschlossen
Eintritt frei


Veranstalter: Fachbereich Kultur Steglitz-Zehlendorf
Information: 90 299 2212, christine.nippe@kultur-steglitz-zehlendorf.de
www.kultur-steglitz-zehlendorf.de


Gefördert aus Mitteln des Ausstellungsfonds für die Kommunalen Galerien der Berliner Bezirke und des Bezirkskulturfonds






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Abbildung: Rosa Loy - Einstieg, 90x75, 2018
copyright : VG Bild-Kunst, Foto: Uwe Walter

DER TAG

Malerei und Zeichnungen von Rosa Loy
18. Januar bis 31. März 2019

Rosa Loy ist eine Hauptvertreterin der sog. Neuen Leipziger Schule. Die Quellen ihrer oft surreal anmutenden Malerei und Zeichnungen sind vielfältig: Eigene Erfahrungen, Wahrnehmungen und Phantasien, Mythologien, Märchen, die Kunstgeschichte mit ihrem visuellen Reichtum aus vielen Epochen bilden das Rohmaterial, welches im Prozess der Bildwerdung Teil des Kunstwerks werden kann.
Überblickt man ihr Oeuvre, staunt man über die Fülle von Motiven, den unerschöpflichen bzw. unaufhörlich aus Erlebnissen und Eindrücken gespeisten Strom von Bildern und Bilddetails, häufig rätselhaft, dann wieder sofort zugänglich, oftmals werden die Betrachtenden von Stimmungen und Schwingungen gleichsam erfasst, gepackt, hinweggetragen. In ihrem Werk findet sich Leichtes, Schwebendes ebenso wie Verstörendes, Lastendes, doch nie lässt sie die Schönheit vergessen, die nichts mit Oberfläche zu tun hat, sondern mit einer vertieften Sicht auf die Wirklichkeit.
Im Gutshaus Steglitz zeigt sie ca. 35 Arbeiten aus den letzten 10 Jahren, darunter eine Reihe von Großformaten sowie etliche neue Werke. Über den von ihr gewählten Ausstellungstitel "Der Tag" sagt Rosa Loy: "Die Ausstellung eröffnet ja Mitte Januar, also zu einer Zeit, in der ganz wenig Tag ist. Ich liebe das Tageslicht und das Tagwerk, die Dinge, die ich mir jeden Tag vornehme. Man lebt Tag für Tag. Ich gehe jedenfalls mehr dazu über, Tag für Tag Projekte zu machen."
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen Abbildungen und einem Interview mit der Künstlerin.

Ausstellungsort:
Kommunale Galerie im Gutshaus Steglitz
Schloßstraße 48, 12165 Berlin

Mo-So 10-18 Uhr
Eintritt frei


Veranstalter:
Fachbereich Kultur Steglitz-Zehlendorf
Tel. 030 / 90299-2212
kultur.steglitz-zehlendorf@berlin.de


Gefördert aus Mitteln des Ausstellungsfonds für die Kommunalen Galerien der Berliner Bezirke und des Bezirkskulturfonds






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