Monatsprogramme der Schwartzschen Villa     März   April   Mai




Ausstellungen in der Schwartschen Villa
Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin, Mo-So 10-18 Uhr, Eintritt frei

15. Februar bis 31. März 2019
    " Stories Told by Stones - Elsa Salonen "


13. April bis 10. Juni 2019
    "Back and Forth" - Nasan Tur


12. April bis 5. Mai 2019
    "Leerstelle des Unbekannten/Nichts stimmt mehr, Teil 2" - Kathrin von Lehmann




Ausstellung im Gutshaus Steglitz
Schloßstraße 48, 12165 Berlin, Mo-So 10-18 Uhr, Eintritt frei

18. Januar bis 31. März 2019
    "DER TAG" - Malerei und Zeichnungen von Rosa Loy


12. April bis 23. Juni 2019
    "Notizen vom Rand der Zeit" - Malerei von Rebecca Raue











Abbildung: Rosa Loy - Einstieg, 90x75, 2018
copyright : VG Bild-Kunst, Foto: Uwe Walter

DER TAG

Malerei und Zeichnungen von Rosa Loy
18. Januar bis 31. März 2019

Rosa Loy ist eine Hauptvertreterin der sog. Neuen Leipziger Schule. Die Quellen ihrer oft surreal anmutenden Malerei und Zeichnungen sind vielfältig: Eigene Erfahrungen, Wahrnehmungen und Phantasien, Mythologien, Märchen, die Kunstgeschichte mit ihrem visuellen Reichtum aus vielen Epochen bilden das Rohmaterial, welches im Prozess der Bildwerdung Teil des Kunstwerks werden kann.
Überblickt man ihr Oeuvre, staunt man über die Fülle von Motiven, den unerschöpflichen bzw. unaufhörlich aus Erlebnissen und Eindrücken gespeisten Strom von Bildern und Bilddetails, häufig rätselhaft, dann wieder sofort zugänglich, oftmals werden die Betrachtenden von Stimmungen und Schwingungen gleichsam erfasst, gepackt, hinweggetragen. In ihrem Werk findet sich Leichtes, Schwebendes ebenso wie Verstörendes, Lastendes, doch nie lässt sie die Schönheit vergessen, die nichts mit Oberfläche zu tun hat, sondern mit einer vertieften Sicht auf die Wirklichkeit.
Im Gutshaus Steglitz zeigt sie ca. 35 Arbeiten aus den letzten 10 Jahren, darunter eine Reihe von Großformaten sowie etliche neue Werke. Über den von ihr gewählten Ausstellungstitel "Der Tag" sagt Rosa Loy: "Die Ausstellung eröffnet ja Mitte Januar, also zu einer Zeit, in der ganz wenig Tag ist. Ich liebe das Tageslicht und das Tagwerk, die Dinge, die ich mir jeden Tag vornehme. Man lebt Tag für Tag. Ich gehe jedenfalls mehr dazu über, Tag für Tag Projekte zu machen."
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen Abbildungen und einem Interview mit der Künstlerin.

Ausstellungsort:
Kommunale Galerie im Gutshaus Steglitz
Schloßstraße 48, 12165 Berlin

Mo-So 10-18 Uhr
Eintritt frei


Veranstalter:
Fachbereich Kultur Steglitz-Zehlendorf
Tel. 030 / 90299-2212
kultur.steglitz-zehlendorf@berlin.de


  Rede zur Ausstellungseröffnung



Rahmenprogramm

08.03.2019, 19 Uhr

"Künstlerinnen sind präsent?!" - Podiumsdiskussion

mit Rosa Loy, Malerin und Mitinitiatorin des MalerinnenNetzWerks Berlin-Leipzig;
Dr. Anne Marie Freybourg, Begründerin und langjährige Leiterin des Berliner Künstlerinnen-Programms "Goldrausch";
Dr. Barbara John, Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin der Ausstellung "Die bessere Hälfte - Malerinnen aus Leipzig",
Prof. Dr. Gabriele Werner, Weißensee Kunsthochschule Berlin.

Rokokosaal Gutshaus Stegllitz
Eintritt: frei



Gefördert aus Mitteln des Ausstellungsfonds für die Kommunalen Galerien der Berliner Bezirke und des Bezirkskulturfonds






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Stories Told by Stones

Elsa Salonen

15. Februar bis 31. März
Eröffnung: 14. Februar, 19 Uhr

Schwartzsche Villa, Galerie

Mo-So 10-18 Uhr


Einladung zur Ausstellungseröffnung


Elsa Salonen untersucht in ihren Ausstellungen auf eine sehr poetische Weise unser Verhältnis zur Natur. Sie sammelt Blüten, um mit Hilfe ihres Farbstoffes unterschiedlich farbige Kristalle herzustellen, zeichnet mit fein zermahlenem Meteoritenstaub auf Glas oder destilliert die Flüssigkeit aus Pflanzen. Sie aktiviert verloren geglaubte animistische Rituale und magische Praktiken, um sie in ihre eigene künstlerische Sprache einzuweben und stellt dabei Fragen zu unserem Verhältnis zur Natur. In der neuen Werkreihe für die Schwartzsche Villa untersucht Salonen das Bewusstsein der Steine und die Tiefenzeit. Damit thematisiert die von Dr. Christine Nippe kuratierte Ausstellung im Sinne des Mensch-Natur-Verhältnisses die Geschichte von Steinen als einer der ältesten Bewohner der Erde.
Während der Eröffnung zeigt die finnische Sängerin Sarah Kivi eine Musik-Performance.



Fotos: Ludger Paffrath



Rahmenprogramm

Donnerstag, 28. Februar 2019, 19 Uhr

Mika Minetti stellt sein autobiografisches Künstlerbuch
"It Happened in Berlin: Art, Love & Fashion" vor.

Ganze 25 Jahre lang hat Mika Minetti an seinem Kunstbuch über die Stadt geschrieben, die ihn zunächst verführte, dann verließ und schlussendlich umarmte. Dies geschah auch vielen Künstlern vor ihm, die auf der Suche nach Glück, Kreativität und Selbstdarstellung in Berlin landeten. Anhand von über 400 Bildern und 30 Kurzgeschichten bietet der Autor Einblicke in intime Momente der Kunstwelt sowie in Berlins lebendiges Nachtleben. Es ist eine lebhafte Reise mit Höhen und Tiefen und ein Muss für Berlin-Liebhaber, aber auch für Berlin-Hasser und für all diejenigen, die Berlin kennenlernen wollen. Mika Minetti lebt und arbeitet seit 2010 in Berlin, wo er auch in den 90er-Jahren an der Freien Universität studierte. Der in Tampere geborene Finne ist Mitbegründer der Galerie Musterzimmer und als Journalist, Fotograf und Autor in Berlin und Helsinki tätig.




Sonntag, 17. März 2019, 14 Uhr

Gespräch mit Elsa Salonen, Graham Harvey und Dr. Christine Nippe
Moderation: Dr. Laura Hirvi.
Mit Präsentation des Ausstellungskatalogs.



Gefördert
+ aus Mitteln des Ausstellungsfonds für die Kommunalen Galerien der Berliner Bezirke und des    Bezirkskulturfonds
+ und dem Finnland - Institut in Deutschland










Back and Forth

Nasan Tur

13. April bis 10. Juni 2019
Eröffnung: Freitag, 12. April 2019, 19 Uhr

Schwartzsche Villa, Galerie
Mo-So 10-18 Uhr


Einladung zur Ausstellungseröffnung


Abb.: Videostill aus "Memory as Resistance", 2017-2019, Nasan Tur
copyright: VG Bild-Kunst


In der Einzelausstellung des Documenta-Künstlers Nasan Tur in der Schwartzschen Villa wird es um die Verletzlichkeit der in der Demokratie so wichtigen Instanzen Journalismus und Politik gehen. Der in Berlin lebende und international bekannte Nasan Tur macht mit seinen Neuproduktionen auf wichtige Fragen zu Vergessen, Erinnern, Intimität und Repräsentation aufmerksam. In Memory as Resistance (2019) geht es um die Verhaftung und Ermordung von Journalisten weltweit sowie um das Erinnern als bewussten Moment des Widerstands.
In der Audioinstallation Speech (2019) befreit Tur die politische Rede von den Worten, sodass nur die körperlichen Geräusche wie Atmen und Räuspern berühmter Politiker den Raum füllen. Es entsteht eine Intimität, die die Zuhörenden auf die Verletzlichkeit des Sprechers lenkt und eine Selbstbefragung zum eigenen Anspruch an die Politik auslöst.
In der von Christine Nippe kuratierten Ausstellung geht es um die Frage der politischen Teilhabe und des Verteidigens demokratischer Grundwerte. Nasan Tur dazu: "Dieser Prozess ist ein Hin und Her zwischen dem Verschwindenlassen und Wiederherstellen von etwas, zwischen Vergessen und Erinnern. Was ist wichtig? Welche Entscheidungen treffe ich in meinem Leben - und wer will ich sein?"


Zum Gallery Weekend Berlin:
Künstler-Kuratoren-Führung mit Nasan Tur und Christine Nippe:
Sonntag, 28.04.2019, 14.00 Uhr

Gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa - Spartenoffene Förderung und Ausstellungsfonds für die Kommunalen Galerien der Berliner Bezirke






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Leerstelle des Unbekannten/Nichts stimmt mehr, Teil 2 Versuchsanordnung auf den Raum bezogen

Katrin von Lehmann

13.April bis 5. Mai 2019

Schwartzsche Villa, Atlier
Mo-So 10-18 Uhr




Einladung zur Ausstellungseröffnung am 12. April

Eröffnungsprogramm
18 Uhr
Vortrag
Sabine Mainberger, Komparatistin
"Linie und Geste. Überlegungen zu Kunst und Anthropologie

19 Uhr
Begrüßung
Frank Mückisch, Stadtrat für Bildung, Kultur, Sport und Soziales
Dr. Brigitte Hausmann, Leiterin des Fachbereichs Kultur

19.30 Uhr
Gespräch
Martin Pfahler, Künstler und Katrin von Lehmann



Abbildung: Arbeitsprobe der Serie Leerstelle des Unbekannten/Nichts stimmt mehr, 2018 Foto: Bernd Hiepe © Katrin von Lehmann

Seit 2009 untersucht die Zeichnerin Katrin von Lehmann vor allem das Themenfeld Kunst und Wissenschaft. Besonders interessiert sie das Experiment und sein innewohnendes Potential, die komplexen, chaotisch anmutenden Prozesse in den Lebenswissenschaften zu erklären. Das heißt, dass Unbekanntes und Unerforschtes in einer experimentellen Anordnung sichtbar gemacht werden kann. Nach Recherchen zu Themen wie Wolkenklassifikation, Zellkernteilung, menschliche Vielfalt und genetische Grundlagenforschung entwickelt sie - oft von Interviews mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern angeregt - künstlerische Experimentalanordnungen.

Vom 13.3. bis 11.4. wird sie in dem Dachatelier der Schwartzschen Villa eine neue Versuchsanordnung ihres mehrjährigen Projekts 'Leerstelle des Unbekannten/Nichts stimmt mehr' entwickeln.
Ausgangspunkt und Motivation des 2015 begonnenen Projekts war das Ergebnis des Human-Genom-Forschungsprojekts, das den bisherigen Wissensstand zum genetischen Prozess in Frage gestellt hat. Auch ihr Projekt zur Erforschung der Zeichnung beruht auf der Suche nach neuen Zusammenhängen.
Im Dachatelier wird sie ihre Versuchsanordnung auf den Raum beziehen. Wie wird ihr Regelwerk umzusetzen sein, wenn der Zeichnungsträger nicht der Tisch ist, sondern die physischen Begrenzungen und Wände des Raumes?

Gefördert aus Mitteln des Ausstellungsfonds für die Kommunalen Galerien der Berliner Bezirke und des Bezirkskulturfonds






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Notizen vom Rand der Zeit

Rebecca Raue

12. April bis 23. Juni 2019

Gutshaus Steglitz
Schloßstr. 48, 12165 Berlin

Mo-So 10-18 Uhr


Einladung zur Ausstellungseröffnung am 11. April, 19 Uhr



Abbildung: Dem Licht vertrauen/Die ältere Schwester
(William Adolphe Bouguereau, 1869) Foto: Bernd Borchardt © VG Bild

In der Ausstellung "Notizen vom Rand der Zeit" im Gutshaus Steglitz thematisiert Rebecca Raue subtil die Geschichte der Ausstellungsräume, indem sie dem klassizistischen Gebäude gezielt Widerspenstiges und Wildes entgegensetzt. Auf der Suche nach einer verbindenden Ursprünglichkeit schöpft sie aus den Bildern der Vergangenheit, um eine in die Zukunft gerichtete Vision der Gleichberechtigung aufzuzeigen. Die Künstlerin setzt sich dabei mit herkömmlichen Bildern von Weiblichkeit und Männlichkeit auseinander und hinterfragt diese. Ihre Leitfragen zur Ausstellung lauten: Wo ist der Rand der Zeit? Welche Räume befinden sich jenseits dieser unsere Leben strukturierenden Größe? Wie verändert der Blick vom Rand unsere Sicht auf die Strukturen, die uns vorgegeben erscheinen? Fällt das Licht auf andere Aspekte, Geschichten und Formen? Wenn wir das, was im Schatten lag, plötzlich sehen können, wird es uns möglich, alte Muster zu brechen und Raum zu schaffen für Visionen, die von einer anderen Weisheit getragen sind? Rebecca Raue zu ihrer Titelwahl: "Ich mag die Position am Rand, weil sie ein Dazwischen suggeriert - einen Fuß da, einen Fuß da - und etwas Verbindendes hat. Es ist spannend dort zu balancieren und zu gucken, wie ich die Vielseitigkeit halten und kommunizieren kann. Ich würde sagen, der Rand ist generell eine gute Position für die Kunst." Rebecca Raue öffnet, indem sie das Alte neu betrachtet, Räume zur Kontemplation über die Zukunft.

Kuratorin: Dr. Brigitte Hausmann, Leitung Fachbereich Kultur Steglitz-Zehlendorf

Rahmenprogramm
Sonntag, 19. Mai, 14 Uhr
Künstlerinnengespräch und Führung
mit Rebecca Raue und Brigitte Hausmann

Gefördert aus Mitteln des Ausstellungsfonds für die Kommunalen Galerien der Berliner Bezirke und des Bezirkskulturfonds






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