Veranstaltungsarchiv des Fachbereichs Kultur


Monatsprogramme der Schwartzschen Villa     Mai   Juni   Juli




Ausstellungen in der Schwartschen Villa
Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin, Mo-So 10-18 Uhr, Eintritt frei

13. April bis 10. Juni 2019
    "Back and Forth" - Nasan Tur


21. Juni bis 11. August 2019
    Afronautic Tales - Maix Mayer




Ausstellung im Gutshaus Steglitz
Schloßstraße 48, 12165 Berlin, Mo-So 10-18 Uhr, Eintritt frei

12. April bis 23. Juni 2019
    "Notizen vom Rand der Zeit" - Malerei von Rebecca Raue





Back and Forth

Nasan Tur

13. April bis 10. Juni 2019
Eröffnung: Freitag, 12. April 2019, 19 Uhr

Schwartzsche Villa, Galerie
Mo-So 10-18 Uhr


Einladung zur Ausstellungseröffnung
Video zur Ausstellung




Abb.: Videostill aus "Memory as Resistance", 2017-2019, Nasan Tur
copyright: VG Bild-Kunst


In der Einzelausstellung des Documenta-Künstlers Nasan Tur in der Schwartzschen Villa wird es um die Verletzlichkeit der in der Demokratie so wichtigen Instanzen Journalismus und Politik gehen. Der in Berlin lebende und international bekannte Nasan Tur macht mit seinen Neuproduktionen auf wichtige Fragen zu Vergessen, Erinnern, Intimität und Repräsentation aufmerksam. In Memory as Resistance (2019) geht es um die Verhaftung und Ermordung von Journalisten weltweit sowie um das Erinnern als bewussten Moment des Widerstands.
In der Audioinstallation Speech (2019) befreit Tur die politische Rede von den Worten, sodass nur die körperlichen Geräusche wie Atmen und Räuspern berühmter Politiker den Raum füllen. Es entsteht eine Intimität, die die Zuhörenden auf die Verletzlichkeit des Sprechers lenkt und eine Selbstbefragung zum eigenen Anspruch an die Politik auslöst.
In der von Christine Nippe kuratierten Ausstellung geht es um die Frage der politischen Teilhabe und des Verteidigens demokratischer Grundwerte. Nasan Tur dazu: "Dieser Prozess ist ein Hin und Her zwischen dem Verschwindenlassen und Wiederherstellen von etwas, zwischen Vergessen und Erinnern. Was ist wichtig? Welche Entscheidungen treffe ich in meinem Leben - und wer will ich sein?"


Zum Gallery Weekend Berlin:
Künstler-Kuratoren-Führung mit Nasan Tur und Christine Nippe:
Sonntag, 28.04.2019, 14.00 Uhr

Gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa - Spartenoffene Förderung und Ausstellungsfonds für die Kommunalen Galerien der Berliner Bezirke






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Afronautic Tales

Maix Mayer

21. Juni bis 11. August

Schwartzsche Villa, Galerie
Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin
Mo-So 10-18 Uhr
Eintritt frei


Einladung zur Ausstellungseröffnung am 20. Juni, 19 Uhr




Abb.: Maix Mayer
© Maix Mayer und VG Bild-Kunst Bonn, 2019


In Afronautic Tales sucht Maix Mayer nach kulturellen Widerstandmodellen gegen die zunehmende globale Homogenisierung eines eurozentrischen Afrikabildes.
Bei der Filminstallation von Maix Mayer steht die hohe Kunst des Veejaying in einem Videokino in Dar es Salaam, Tansania, im Mittelpunkt. Die Veejays fungieren als Übersetzer. Sie erzählen die Geschichten der Filme vor dem Hintergrund ihrer eigenen Lebenswelt und übersetzen damit die fremden globalen Produkte in einen lokalen Kontext. Sie sind dabei gleichzeitig Erzähler, Kommentator, Erklärer, Sprechstimmendarsteller für das Publikum.
Der Leipziger Künstler Maix Mayer zeigt in einer einzigen Filmeinstellung von 90 Minuten das Veejaying des ersten DDR Science- Fiction-Films Der schweigende Stern (1960) durch DJ Mark vor lokalem Publikum. Die Aufnahme reduziert die visuellen Bildelemente und verlagert die filmische Erzählung von der Leinwand hin zu den Zuschauern im Videokino und macht dabei einen doppelten Interpretationsraum auf. Im Sinne eines Learning from Africa interessiert sich die von Christine Nippe kuratierte Ausstellung für grenz- und zeitüberschreitende Imaginationsformen jenseits des Nord-Westens.


Künstler-Kuratorin-Führung
Sonntag, 23. Juni, 14 Uhr mit Maix Mayer und Christine Nippe

Gefördert aus Mitteln des Ausstellungsfonds für die Kommunalen Galerien der Berliner Bezirke und des Bezirkskulturfonds






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Notizen vom Rand der Zeit

Rebecca Raue

12. April bis 23. Juni 2019
am 7.5. und 4.6.2019 geschlossen

Gutshaus Steglitz
Schloßstr. 48, 12165 Berlin

Mo-So 10-18 Uhr


Einladung zur Ausstellungseröffnung am 11. April, 19 Uhr



Abbildung: Dem Licht vertrauen/Die ältere Schwester
(William Adolphe Bouguereau, 1869) Foto: Bernd Borchardt © VG Bild

In der Ausstellung "Notizen vom Rand der Zeit" im Gutshaus Steglitz thematisiert Rebecca Raue subtil die Geschichte der Ausstellungsräume, indem sie dem klassizistischen Gebäude gezielt Widerspenstiges und Wildes entgegensetzt. Auf der Suche nach einer verbindenden Ursprünglichkeit schöpft sie aus den Bildern der Vergangenheit, um eine in die Zukunft gerichtete Vision der Gleichberechtigung aufzuzeigen. Die Künstlerin setzt sich dabei mit herkömmlichen Bildern von Weiblichkeit und Männlichkeit auseinander und hinterfragt diese. Ihre Leitfragen zur Ausstellung lauten: Wo ist der Rand der Zeit? Welche Räume befinden sich jenseits dieser unsere Leben strukturierenden Größe? Wie verändert der Blick vom Rand unsere Sicht auf die Strukturen, die uns vorgegeben erscheinen? Fällt das Licht auf andere Aspekte, Geschichten und Formen? Wenn wir das, was im Schatten lag, plötzlich sehen können, wird es uns möglich, alte Muster zu brechen und Raum zu schaffen für Visionen, die von einer anderen Weisheit getragen sind? Rebecca Raue zu ihrer Titelwahl: "Ich mag die Position am Rand, weil sie ein Dazwischen suggeriert - einen Fuß da, einen Fuß da - und etwas Verbindendes hat. Es ist spannend dort zu balancieren und zu gucken, wie ich die Vielseitigkeit halten und kommunizieren kann. Ich würde sagen, der Rand ist generell eine gute Position für die Kunst." Rebecca Raue öffnet, indem sie das Alte neu betrachtet, Räume zur Kontemplation über die Zukunft.

Katalog zur Ausstellung

Kuratorin: Dr. Brigitte Hausmann, Leitung Fachbereich Kultur Steglitz-Zehlendorf

Rahmenprogramm
Sonntag, 19. Mai, 14 Uhr
Künstlerinnengespräch und Führung
mit Rebecca Raue und Brigitte Hausmann

Gefördert aus Mitteln des Ausstellungsfonds für die Kommunalen Galerien der Berliner Bezirke und des Bezirkskulturfonds






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