Veranstaltungsarchiv des Fachbereichs Kultur


Monatsprogramme der Schwartzschen Villa     Oktober   November




Ausstellungen in der Schwartzschen Villa
Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin, Mo-So 10-18 Uhr, Eintritt frei

31. August bis 27. Oktober 2019
    Die Faule Nuss - Okka Esther Hungerbühler


Ausstellungen im Gutshaus Steglitz
Schloßstraße 48, 12165 Berlin, Mo-So 10-18 Uhr, Eintritt frei

11. Oktober bis 17. Dezember 2019
    "Am Ende der Welt steht ein Wald aus Stein" - Jens Schubert






Enthüllung der Informationsstele
"Die Peter-Lorenz-Entführung"



Die Stele, nach einem Entwurf von Karin Rosenberg, erinnert an die Geschichte der Peter-Lorenz-Entführung von Mitgliedern der linksterroristischen "Bewegung 2. Juni".

Die Stele wird am Montag, den 28. Oktober 2019,
Quermatenweg Ecke Ithweg der Öffentlichkeit übergeben.

Es sprechen:
Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin,
René Rögner-Francke, Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf,
Frank Mückisch, Bezirksstadtrat für Bildung, Kultur, Sport und Soziales.

Wir freuen uns, Sie an diesem Tag begrüßen zu können.
Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin

Einladung zur Stelenenthüllung









Am Ende der Welt steht ein Wald aus Stein

Jens Schubert

11. Oktober bis 17. Dezember 2019


Gutshaus Steglitz
Schloßstr. 48, 12165 Berlin

Mo-So 10-18 Uhr
5. November und 3. Dezember geschlossen
Eintritt frei

Einladung zur Ausstellungseröffnung am 10. Oktober, 19-21 Uhr

Zur Eröffnung am 10. Oktober, 19.30 Uhr Ausstellungsgespräch mit Jens Schubert



Abbildung: Schnee fiel weit ins Tal, 80x60cm, Siebdruck und Tuschestift auf Polyester, 2019
Foto: Paula Gehrmann

Die Bilder von Jens Schubert offenbaren dunkle Welten, Szenarien und Stimmungen. Sie erzählen von alten Geschichten, berühren Dinge die im Verborgenen liegen, beschreiben Figuren, welche aus dem Schatten treten. Das alles erscheint im ersten Moment merkwürdig vertraut und bleibt doch fremd und neu. Jens Schubert interessiert sich für die unterschiedlichen Erscheinungen, Ausformungen und Abbilder von Symbolen, Zeichen sowie archetypischen Figuren als Träger von Geschichte und geheimen Wissen - nicht nur zwischen unterschiedlichen Kulturen, sondern auch zwischen Generationen. Dabei bearbeitet er ein weites Feld: Von der Natur zur Hoch- und Popkultur, von Architektur, Design und Mode bis hin zu Zeichentrickfilmen, Comics, Computerspielen und Fantasy. In seinen Werken sammelt, kombiniert oder variiert Schubert diese Symbole und entwickelt daraus eigene Darstellungen oder leitet neue Figuren aus ihnen ab. Die Arbeiten schöpfen ihre Kraft aus einem Spiel mit unterbewussten Analogien, latenter Erinnerung und emotionalen Reflexen.

AM ENDE DER WELT STEHT EIN WALD AUS STEIN ist ein neuer, für das Gutshaus Steglitz entstandener Zyklus von mehr als 30 Werken. In ihnen setzt sich der Künstler nicht nur inhaltlich mit der Erscheinung der Welt auseinander, sondern auch formal. Aus der Verbindung von Zeichnung und einem darunter liegenden Siebdruckraster aus roten, grünen und blauen Streifen wird die Wahrnehmung von Farbe, Räumlichkeit und optische "Bewegtheit" untersucht. Die Bilder verändern sich, je nach Standpunkt, Licht und Blickwinkel. Es scheint keinen absoluten Punkt zu geben, von dem aus sie ihre "wahre" Gestalt zeigen.

Zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch im Lubok-Verlag, Leipzig.

Jens Schubert wurde 1983 in Schwarzenberg/Erzgebirge geboren und lebt und arbeitet in Leipzig. Er studierte Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Prof. Annette Schröter, deren Meisterschüler er im Anschluss war. Seit 2016 hat Jens Schubert einen Lehrauftrag an der Hochschule für Künste Bremen. Jens Schubert hatte etliche Einzelausstellungen, u.a. "AURORA", Verein Junge Kunst, Wolfsburg 2019, "SCHAUM", Galerie Leuenroth, Frankfurt a.M. 2018, "ARBREDEMARBRE", Super+Centercourt, München 2016, "PERSPEKTIVEN DER GEGENWART - JENS SCHUBERT", Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main 2015, "PROMETHIUM", Museum Gunzenhauser, Chemnitz 2015, "BLACKMAGICKPARTY", MEWO-Kunsthalle, Memmingen 2013.

Kuratorin: Dr. Brigitte Hausmann, Leitung Fachbereich Kultur Steglitz-Zehlendorf



Gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa - Ausstellungsfonds für die Kommunalen Galerien der Berliner Bezirke und des Bezirkskulturfonds, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und des Kulturamtes der Stadt Leipzig.
Unterstützt durch Junge Kunst e. V. Wolfsburg, Galerie Leuenroth, Frankfurt am Main und Privatpersonen.






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Die Faule Nuss

Okka-Esther Hungerbühler

31. August - 27. Oktober

Schwartzsche Villa, Galerie
Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin
Mo-So 10-18 Uhr
Eintritt frei




Einladung zur Ausstellungseröffnung am Freitag, 30. August, 18-21 Uhr


Abbildung: Mädchen in Kokosnuss, 2014, Foto: Okka-Esther Hungerbühler



"Ich stelle mir vor", so Okka-Esther Hungerbühler, "dass wir durch die Villa von Geistern anderer Zeiten beobachtet werden." Was sind das für Geister aus anderen Zeiten? Ist es der Bauherr, der Bankier Carl Schwartz, 1915 verstorben, der nun in seiner ehemaligen Sommerresidenz seinen Spuk treibt? Sind es seine beiden Töchter Gabriele und Charlotte oder ist es gar die Haushälterin Auguste? Nein, der Horizont der Künstlerin ist weitaus größer und reicht von alten und neuen Märchen bis hin Science Fiction, dem Land der Kindheit und der Phantasie entstammt ihr Personal. Nie sind es konkrete Personen, doch sind es Figuren ganz eigenen Charakters. Ästhetisch nonchalant durch Materialien wie Pappmaché, Pfeifenputzer, Glitzer, Klebefolie können sie glamourös und verspielt, rührendfragil und übermütig sein. Eingesetzte Robotik wirkt nie technoid, sondern unterstützt und ermöglicht die Wesensgebung.
Ausgestellt sind die Skulpturen - wie üblich bei Okka-Esther Hungerbühler - im Zusammenhang mit Malerei, in der sich - wie in der Pop Art und in Comics - Gegenständlichkeit mit Abstraktion verbindet und auch der romantische Konzeptualismus lässt grüßen - ambivalente Bildfantasien zwischen Erinnerungen, Träumen, Abgründen und Humor mit eigener Virtuosität jenseits von Erhabenheit und bad painting.

Zur Ausstellung erscheint im Distanz-Verlag ein Katalog mit einem Text von Maurin Dietrich.

Rahmenprogramm

Freitag, 30. August, 18 Uhr

Vortrag von Dr. Larissa Kikol, Kunstwissenschaftlerin und Autorin:
Tollste Kunst - Spiel und Kindlichkeit in der zeitgenössischen
Kunst

Veranstalter: Fb Kultur Steglitz-Zehlendorf
Infos: 030 90 299 2302, Eintritt frei, www.kultur-steglitz-zehlendorf.de

Gefördert aus Mitteln des Ausstellungsfonds für die Kommunalen Galerien der Berliner Bezirke und des Bezirkskulturfonds






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